Ja, ich bin Frau! Frühling – Körper – Natur

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Ja, ich bin Frau! 


Frühlingserwachen des Körpers und der Natur

Ich laufe durch den Frühlingswald. Noch ist er grau, jedenfalls auf den ersten Blick. Doch wenn ich in ihm länger wandere, öffnen sich meine Sinne für den Frühling. Der herbe Duft nach Erde mischt sich mit der Süße der zarten Sprösslinge und der sich öffnenden Knospen und Blüten über dem Waldboden. Das fröhliche Zwitschern, Pfeifen und Singen der Vögel, das nahezu blendend helle Grün, das sich auf kleinen Lichtungen ausbreitet, mit blauen, gelben und lilafarbenen Klecksen – es riecht nach Fruchtbarkeit. Die Erde ist feucht, es hatte in der Nacht geregnet.

Mir kommt der Gedanke: wie eine Frau, die anfängt zu blühen… Mutter Erde wird nun fruchtbar. Das junge Mädchen, das seinen ersten Eisprung hat und nun zur Frau wird.
 Ich erinnere mich an den, aus meiner heutigen Sicht wirklich bedeutsamen Moment, als ich zum ersten Mal mein Mondblut entdeckte. Aber in meiner Erinnerung ist er schon weit in die Ferne gerückt, dieser erste Moment, bzw. der gesamte erste Zyklus. Das wird in unserer Gesellschaft so konsequent als etwas Beiläufiges gehandhabt, und so ist er auch in meiner Erinnerung fast schon verblasst. Meiner Mutter bin ich dankbar, dass sie die Menstruation als etwas Natürliches betrachtet hat, und mir das auch vorgelebt hat. Ohne Scham. Jedoch heute, wenn ich meine Weiblichkeit neu entdecke und mir die Bedeutsamkeit des Frauseins immer klarer wird, stelle ich mir vor, wie es wohl sein würde, dieses Ereignis des Frauwerdens bewusster wahrzunehmen, ihn gegebenenfalls zu zelebrieren. Diese Frau, die da gerade „geboren“ wurde, zu ehren! Ihr den Raum, die Geborgenheit und die Unterstützung und Verbundenheit mit anderen Frauen zu geben, um sich so tief im Inneren mit ihrer Weiblichkeit zu verbinden. Sie soll sich so der Dynamik und der wirksamen Kräfte ihres Zykluses bewusst werden und eintauchen in ihre weibliche Urkraft. Ihr sollte Respekt gebühren.

In die Liebe gehen zu mir und diesem Wunder meines weiblichen Körpers – ich denke, das werde ich nun tun. Auf die Art die mir jetzt und hier möglich ist. Ich hole es einfach nach.
 Ich lasse mich ein auf all die inneren Tiefen meines Seins und lausche hinen in das zyklische Wesen meines Körpers, das mich so viel lehren möchte. Ich lerne immer feiner wahrzunehmen, was er braucht, was ich als Frau in dieser Welt brauche. Immer früher erkenne ich inzwischen seine Signale, so dass er mich nicht mehr monatlich laut anschreien muss, mit seiner Migränen-sirene, damit ich endlich auf die Bremse trete. Nein, inzwischen genieße ich es oft, mir in der Winterzeit meines Zykluses eine eigene Gebärmutterhöhle zu bauen und mich nach innen zu wenden.

Doch nun ist Frühling. Ein Energiebad.

Beschwingt laufe ich weiter durch den Wald, den Hang hinauf. Über den feuchten Boden kriechen beeindruckende Weinbergschnecken. Ich berühre das taufrische Moos, das sich über müde Baumstämme gelegt hat und bestaune seinen Facettenreichtum. Mutter Erde ist so reich, so vielfältig und so vollkommen. Genau wie der weibliche Körper. Mutter Erde ist eine Frau. (Sie kränkelt an vielen Ecken und Enden, und verdient unseren Respekt und unsere Achtsamkeit. Das ist genau wie beim Körper der Frau. Je mehr wir versuchen, sie zu kontrollieren, desto mehr verliert sie ihre Kraft. Aber das ist ein neuer ganz eigener Artikel.)

Die Vögel zwitschern so schön. Es liegt Musik in der Luft, und auch in meinem Innersten. Ich bekomme Lust zu tanzen und laufe leichtfüßig bis zum höchsten Punkt des Hügels. Dort klettere ich auf einen mit Moos bewachsenen Baum, der mich einlädt. Ich spüre eine Art Vibrieren in mir, in meinem Innersten und rufe: „Ja, ich bin eine Frau!“
Eine Weile sitze ich einfach im Baum und bin. In der Natur ist dieses pure Sein viel einfacher für mich. Als ich wieder herunter klettere, verspüre ich eine Lust zu singen. Mich mit meinem Innen und dem Außen auf diese Art zu verbinden. Trotz der Kälte des Morgens, ziehe ich meine Schuhe aus und verbinde mich mit dem kühlen feuchten Erdboden.

Dass ich Erdung, Verbindung zum Boden brauche, ist eines der Signale, die mein Körper immer wieder aussendet. Ich stelle mir vor, mich wie einer der Bäume mit meinem Untergrund zu verwurzeln. Da kommt es mir in den Sinn, dass ich auf einem (über die Jahre mit Bäumen, Pflanzen, Gräsern bewachsenen) Trümmerberg stehe. Ich sehe die Trümmerfrauen vor mir, die in einer grauen und trostlosen Nachkriegszeit ihre Kräfte vereint haben und gemeinsam die zerbombte Hauptstadt aufgeräumt und wieder aufgebaut haben. Jetzt, wo ich hier stehe, spüre ich zum ersten Mal eine Verbindung und tiefe Dankbarkeit zu diesen wunderbaren Frauen dieser Stadt, und zu der Generation unserer Großmütter. Ich habe das Gefühl, ihre Kraft, die Kraft dieser Frauen kann uns tragen, hin zum nächsten Schritt. 
Ich bin bereit. Voll und ganz, mit allem was ich bin! Und ich bin nicht allein. Der Kreis der Frauen macht sich wieder auf den Weg in seine Urkraft.




Es ist alles da, in uns. Die Natur zeigt uns den Weg, genau wie unser weiblicher Körper uns ständig Navigationssignale schickt, die wir nun wieder lernen dürfen, zu erkennen und anzunehmen.

Vertraue! Sei Frau. Ermächtige dich selbst. Es ist dein Körper, dein Leben. Und egal in welcher Phase du dich befindest – als junge Frau, Mutter, Schwangere, in den Wechseljahren – nur du triffst die Entscheidungen für dich und deinen Körper.

Alles Liebe,

Nikola

 

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